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2 Programmkonstrukte

2.1 Module

Grundsätze

Alle Programme sollen in möglichst sinnvolle Module zergliedert werden. Das Hauptmodul[1] soll nur aus wenigen Zeilen (maximal 20) bestehen und keine Prozeduren enthalten.[2]

Die Bestandteile eines Programms werden nach dem folgenden Schema auf Dateien verteilt:

Module werden verwendet, um

Jedes Modul (mit Ausnahme des Hauptmoduls) besteht aus einem Definitionsmodul und einem Implementierungsmodul.

Aufbau

Das Definitionsmodul untergliedert sich wie folgt:

1. Importe

Definition von Konstanten, die zur Typdefinition notwendig sind

Typdefinitionen

Konstantendefinitionen

Variablendeklarationen

Prozedurdeklarationen

Die Schnittstelle, die durch das Definitionsmodul beschrieben wird, soll möglichst wenige Typen und Operationen haben und möglichst stabil bleiben. In das Definitionsmodul gehören nur Angaben, die nach außen wirklich sichtbar sein müssen.

Das Implementierungsmodul untergliedert sich in:

1. Importe

Definition von Konstanten, die zur Typdefinition notwendig sind

Typdefinitionen

Konstantendefinitionen

Variablendeklarationen

Definition interner Prozeduren

Definition der Prozeduren des Definitionsmoduls (in der gleichen Reihenfolge wie im Definitionsmodul)

Ein Hauptmodul wird analog zu einem Implementierungsmodul aufgebaut.


[1] Hauptmodul ist das Modul, in dessen Rumpf die eigentliche Programmausführung beginnt. Es steht an der Spitze der Import-Hierarchie.
[2] Ausnahme: Programme mit weniger als 100 ausführbaren Programmzeilen dürfen ohne Zergliederung in kleinere Module entwickelt werden. Das Programm wird in diesem Fall in Prozeduren gegliedert, die direkt im Hauptmodul untergebracht sind.
Grundsätze
Aufbau

Programmierrichtlinien für Modula-2 - 23 OCT 1998
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