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unilogo Universität Stuttgart
 

Abteilung Software Engineering

 

Übersicht über die Lehrveranstaltungen

der Abteilung Software Engineering

 

1 Grundstudium

1.1 Programmierkurs (Softwaretechnik)

Umfang:

Der Programmierkurs vermittelt die handwerklichen Aspekte der Programmierung. Ziel ist die Vermittlung guter Programmierung, d.h. die sorgfältige Erstellung strukturierten, dokumentierten, durchdachten und verifizierten Programmcodes. Schwerpunkte: programmiertechnische Problemlösungsalternativen, Programmierprinzipien, Programmierrichtlinien, Programmdokumentation, Programmieren im Team, typische Programmierfehler, Testverfahren.

1.2 Einführung in die Softwaretechnik I (Softwaretechnik)

Umfang: 3V + 1Ü

Diese Lehrveranstaltung soll die Teilnehmer mit den notwendigen Kenntnissen ausstatten, um ein kleineres Softwareprojekt zu planen und durchzuführen. Die Themen sind im einzelnen:

  1. Vom Programm zur Software
  2. Technische Probleme und Erleichterungen
  3. Ziele und Erfolgskriterien
  4. Planung und Management
  5. Analyse, Spezifikation und Entwurf
  6. Feinentwurf, Codierung und Test
  7. Integration, Abnahme, Übergabe

Damit das Softwarepraktikum des 4. Semesters (siehe unten) bereits Ende Januar/Anfang Februar beginnen kann, wird die dreistündige Vorlesung tatsächlich vierstündig gehalten, dafür bereits im Januar beendet.

1.3 Programmentwicklung (Softwaretechnik)

Umfang: 2V + 1Ü

Parallel zur Vorlesung Einführung in die Softwaretechnik I, die das Programmieren im Großen behandelt, wird in der Vorlesung Programmentwicklung das Programmieren im Kleinen weiterentwickelt. Dabei steht die objektorientierte Programmierung im Vordergrund. Die Vorlesung knüpft an die Einführung in die Informatik an. Die Themen sind im Einzelnen: Konzepte der objektorientierten Programmierung; Syntax der Programmiersprache Java; Klassen und Objekte; Vererbung; Spezifikation und Entwurf objektorientierter Software; Modellierung mit der Unified Modelling Language UML; Spezielle Aspekte der Programmierung in Java.

1.4 Softwarepraktikum (Softwaretechnik)

Umfang: 6P

Durchführung eines Programmierprojektes in kleinen Gruppen zu drei Studierenden. Es wird auf die Anwendung von Methoden der Softwaretechnik besonderer Wert gelegt: Planung, Spezifikation des Systems, Erarbeitung eines Systementwurfs, Implementierung, Test und Dokumentation. Das Softwarepraktikum beginnt nach dem Jahreswechsel im 3. Semester und ist bis zum Ende der Vorlesungszeit im 4. Semester abgeschlossen.


2 Hauptstudium

2.1 Grundlagenvorlesungen (Informatik)

2.1.1 Grundlagen des Software Engineerings

Umfang: 3V + 1Ü

Diese Vorlesung vermittelt die wichtigsten Grundlagen des Software Engineerings; sie ist für die Vertiefungslinie Software Engineering obligatorisch.

Abgrenzung und Motivation des Software Engineerings; Life-Cycle-Modelle und Kostenverteilung; Teamstrukturen und Organisationsformen; Software-Management; Software-Metriken; Software-Prüfung und -Qualitätssicherung; Dokumentation; Methoden, Sprachen und Werkzeuge für die einzelnen Phasen: System-Spezifikation, Grobentwurf, Modul-Spezifikation, Codierung, Test, Integration; Bearbeitung, Verbesserung und Wiederverwendung alter Software.

2.2 Vertiefungslinie Software Engineering (Informatik)

2.2.1 Methoden und Werkzeuge der Softwaretechnik

Umfang: 2V + 1Ü

In dieser Lehrveranstaltung werden spezielle Themen des Software Engineerings vertieft, insbesondere sind die folgenden vorgesehen:

  1. Metriken
  2. Werkzeuge für die Software-Entwicklung und -Verwaltung
  3. Software-Zuverlässigkeit
  4. Software-Wartung und Re-Engineering

Im ersten Teil dieser Lehrveranstaltung werden die Grundlagen der Metriken vermittelt und Metriken zur Charakterisierung von Software und von Software-Prozessen vorgestellt. Im zweiten Teil werden Werkzeuge für das Software Engineering behandelt, vor allem Test-Werkzeuge, aber auch CASE-Tools. Dazu gehört auch die Bewertung und Auswahl von Werkzeugen und ihre Einführung. Im dritten Teil werden wichtige Aspekte der Software-Wartung und des Re-Engineerings behandelt.

Die Grundlagen des Software Engineerings oder Software Engineering für Softwaretechnik werden für diese Vorlesung vorausgesetzt.

2.3 Hauptstudium Softwaretechnik

2.3.1 Software Engineering für Softwaretechnik

Umfang: 3V + 1Ü

Diese Vorlesung ergänzt die relativ schmal angelegte Einführung in die Softwaretechnik I durch die vertiefte Behandlung spezieller Themen des Software Engineerings. Einige der dort behandelten Themen werden vertieft, andere, beispielsweise die Modellbildung, kommen hinzu. Die Studierenden sollen am Ende einen guten Überblick des Software Engineerings haben, insbesondere hinsichtlich der Projektdurchführung.

Die Lehrveranstaltung ist darauf abgestimmt, die Studienprojekte zu untersützen. Es wird daher empfohlen, sie im 5. Semester ST zu besuchen.


3 Kolloquien

Durchführung und Präsentation wissenschaftlicher Arbeiten

Umfang: 2K

In diesem Kurs lernen die Teilnehmer, eine wissenschaftliche Arbeit, z.B. eine Studien- oder Diplomarbeit, auszuwählen, durchzuführen, zu dokumentieren und die Resultate zu präsentieren. Die Probevorträge werden aufgezeichnet. Die Teilnahme erleichtert die Bearbeitung von Seminaren, Studien- und Diplomarbeiten wesentlich. Die Themen sind im einzelnen: Was kennzeichnet wissenschaftliche Arbeit? Ziele, Erfolgs- und Beurteilungskriterien; Aufbau wissenschaftlicher Dokumente; Planungs- und Arbeitstechniken; Darstellungs- und Präsentationstechnik; Betreuung der Arbeit. Alle, die Interesse haben, womöglich auch selbst aktiv üben wollen, können teilnehmen. Es gibt keine Prüfung.


4 Sonstige Veranstaltungen

Studienprojekt (Softwaretechnik)

Umfang: 2V, 1S, 5P

Studienprojekte sind Lehrveranstaltungen, die fachübergreifende Fähigkeiten vermitteln, auf berufstypische Arbeitsweisen vorbereiten, zur verantwortlichen Mitarbeit in einem Team ausbilden und mehrere klassische Lehrveranstaltungsformen in integrierter Form umfassen. Ein Studienprojekt dauert in der Regel zwei Semester. Die Teilnehmer bilden für diese Dauer eine Projektgruppe. Sie sollen zeigen, dass sie in der Lage sind, sich innerhalb einer festgelegten Frist in die durch das Projekt vorgegebenen Teilgebiete der Informatik oder des Anwendungsgebietes sowie in die erforderlichen Bereiche der Softwaretechnik einzuarbeiten und gemeinsam ein komplexes Software-Produkt zu erstellen, zu warten oder weiterzuentwickeln, wie es den wissenschaftlichen und technischen Anforderungen eines universitären Studiengangs entspricht. Die Resultate sind am Ende in angemessener Form zu präsentieren.

Jeder Teilnehmer eines Studienprojektes erhält eine individuelle Leistungsbeurteilung. Diese setzt sich zusammen aus einer mündlichen Prüfung über den Themenbereich des Projekts, aus der Leistung im Seminarteil des Studienprojekts und aus dem individuellen Beitrag, den der Teilnehmer zum Gesamtresultat der Projektgruppe erbracht hat. Der Prüfer setzt die Gesamtnote fest, wobei die drei Einzelleistungen im Verhältnis 3:2:5 gewichtet werden. Das abgeschlossene Vordiplom ist für die Teilnahme an den Studienprojekten Voraussetzung.