1 Grundstudium
1.1 Programmierkurs (Softwaretechnik)
Umfang: 4Ü
Der Programmierkurs vermittelt die handwerklichen Aspekte der
Programmierung. Ziel ist die Vermittlung guter Programmierung,
d.h. die sorgfältige Erstellung strukturierten, dokumentierten,
durchdachten und verifizierten Programmcodes. Schwerpunkte:
programmiertechnische Problemlösungsalternativen,
Programmierprinzipien, Programmierrichtlinien, Programmdokumentation,
Programmieren im Team, typische Programmierfehler, Testverfahren.
1.2 Einführung in die Softwaretechnik I (Softwaretechnik)
Umfang: 3V + 1Ü
Diese Lehrveranstaltung soll die
Teilnehmer mit den notwendigen Kenntnissen ausstatten, um ein
kleineres Softwareprojekt zu planen und durchzuführen. Die Themen
sind im einzelnen:
- Vom Programm zur Software
- Technische Probleme und Erleichterungen
- Ziele und Erfolgskriterien
- Planung und Management
- Analyse, Spezifikation und Entwurf
- Feinentwurf, Codierung und Test
- Integration, Abnahme, Übergabe
Damit das Softwarepraktikum des 4. Semesters (siehe unten) bereits Ende Januar/Anfang Februar beginnen kann, wird die dreistündige Vorlesung
tatsächlich vierstündig gehalten, dafür bereits im
Januar beendet.
1.3 Programmentwicklung (Softwaretechnik)
Umfang: 2V + 1Ü
Parallel zur Vorlesung Einführung in die Softwaretechnik I,
die das Programmieren im Großen behandelt, wird in der Vorlesung
Programmentwicklung das Programmieren im Kleinen
weiterentwickelt. Dabei steht die objektorientierte Programmierung im
Vordergrund. Die Vorlesung knüpft an die Einführung in die
Informatik an. Die Themen sind im Einzelnen: Konzepte der
objektorientierten Programmierung; Syntax der Programmiersprache Java;
Klassen und Objekte; Vererbung; Spezifikation und Entwurf
objektorientierter Software; Modellierung mit der Unified Modelling Language
UML; Spezielle Aspekte der Programmierung in Java.
1.4 Softwarepraktikum (Softwaretechnik)
Umfang: 6P
Durchführung eines Programmierprojektes in kleinen Gruppen zu
drei Studierenden. Es wird auf die Anwendung von Methoden der
Softwaretechnik besonderer Wert gelegt: Planung, Spezifikation des
Systems, Erarbeitung eines Systementwurfs, Implementierung, Test und
Dokumentation. Das Softwarepraktikum beginnt nach dem Jahreswechsel im
3. Semester und ist bis zum Ende der Vorlesungszeit im 4. Semester
abgeschlossen.
2 Hauptstudium
2.1 Grundlagenvorlesungen (Informatik)
2.1.1 Grundlagen des Software Engineerings
Umfang: 3V + 1Ü
Diese Vorlesung vermittelt die
wichtigsten Grundlagen des Software Engineerings; sie ist für die
Vertiefungslinie Software Engineering obligatorisch.
Abgrenzung und Motivation des Software Engineerings;
Life-Cycle-Modelle und Kostenverteilung; Teamstrukturen und
Organisationsformen; Software-Management; Software-Metriken;
Software-Prüfung und -Qualitätssicherung; Dokumentation;
Methoden, Sprachen und Werkzeuge für die einzelnen Phasen:
System-Spezifikation, Grobentwurf, Modul-Spezifikation, Codierung,
Test, Integration; Bearbeitung, Verbesserung und Wiederverwendung
alter Software.
2.2 Vertiefungslinie Software Engineering (Informatik)
2.2.1 Methoden und Werkzeuge der Softwaretechnik
Umfang: 2V + 1Ü
In dieser Lehrveranstaltung werden spezielle Themen des Software Engineerings vertieft, insbesondere sind die folgenden vorgesehen:
- Metriken
- Werkzeuge für die Software-Entwicklung und -Verwaltung
- Software-Zuverlässigkeit
- Software-Wartung und Re-Engineering
Im ersten Teil dieser Lehrveranstaltung werden die Grundlagen der
Metriken vermittelt und Metriken zur Charakterisierung von Software
und von Software-Prozessen vorgestellt. Im zweiten Teil werden
Werkzeuge für das Software Engineering behandelt, vor allem
Test-Werkzeuge, aber auch CASE-Tools. Dazu gehört auch die
Bewertung und Auswahl von Werkzeugen und ihre Einführung. Im
dritten Teil werden wichtige Aspekte der Software-Wartung und des
Re-Engineerings behandelt.
Die Grundlagen des Software Engineerings oder Software
Engineering für Softwaretechnik werden für diese
Vorlesung vorausgesetzt.
2.3 Hauptstudium Softwaretechnik
2.3.1 Software Engineering für Softwaretechnik
Umfang: 3V + 1Ü
Diese Vorlesung ergänzt die relativ schmal angelegte
Einführung in die Softwaretechnik I durch die vertiefte
Behandlung spezieller Themen des Software Engineerings. Einige
der dort behandelten Themen werden vertieft, andere, beispielsweise
die Modellbildung, kommen hinzu. Die Studierenden sollen am Ende
einen guten Überblick des Software Engineerings haben, insbesondere
hinsichtlich der Projektdurchführung.
Die Lehrveranstaltung ist darauf abgestimmt, die Studienprojekte zu
untersützen. Es wird daher empfohlen, sie im 5. Semester ST zu
besuchen.
3 Kolloquien
Durchführung und Präsentation wissenschaftlicher Arbeiten
Umfang: 2K
In diesem Kurs lernen die Teilnehmer, eine
wissenschaftliche Arbeit, z.B. eine Studien- oder Diplomarbeit,
auszuwählen, durchzuführen, zu dokumentieren und die
Resultate zu präsentieren. Die Probevorträge werden
aufgezeichnet. Die Teilnahme erleichtert die Bearbeitung von
Seminaren, Studien- und Diplomarbeiten wesentlich. Die Themen sind im
einzelnen: Was kennzeichnet wissenschaftliche Arbeit? Ziele, Erfolgs-
und Beurteilungskriterien; Aufbau wissenschaftlicher Dokumente;
Planungs- und Arbeitstechniken; Darstellungs- und
Präsentationstechnik; Betreuung der Arbeit. Alle, die Interesse
haben, womöglich auch selbst aktiv üben wollen, können
teilnehmen. Es gibt keine Prüfung.
4 Sonstige Veranstaltungen
Studienprojekt (Softwaretechnik)
Umfang: 2V, 1S, 5P
Studienprojekte sind Lehrveranstaltungen, die fachübergreifende Fähigkeiten
vermitteln, auf berufstypische Arbeitsweisen vorbereiten, zur verantwortlichen
Mitarbeit in einem Team ausbilden und mehrere klassische Lehrveranstaltungsformen
in integrierter Form umfassen. Ein Studienprojekt dauert in der Regel zwei Semester.
Die Teilnehmer bilden für diese Dauer eine Projektgruppe. Sie sollen zeigen, dass
sie in der Lage sind, sich innerhalb einer festgelegten Frist in die durch das
Projekt vorgegebenen Teilgebiete der Informatik oder des Anwendungsgebietes sowie
in die erforderlichen Bereiche der Softwaretechnik einzuarbeiten und gemeinsam ein
komplexes Software-Produkt zu erstellen, zu warten oder weiterzuentwickeln, wie es
den wissenschaftlichen und technischen Anforderungen eines universitären
Studiengangs entspricht. Die Resultate sind am Ende in angemessener Form zu präsentieren.
Jeder Teilnehmer eines Studienprojektes erhält eine individuelle Leistungsbeurteilung.
Diese setzt sich zusammen aus einer mündlichen Prüfung über den Themenbereich des
Projekts, aus der Leistung im Seminarteil des Studienprojekts und aus dem individuellen Beitrag,
den der Teilnehmer zum Gesamtresultat der Projektgruppe erbracht hat. Der Prüfer setzt die
Gesamtnote fest, wobei die drei Einzelleistungen im Verhältnis 3:2:5 gewichtet werden. Das
abgeschlossene Vordiplom ist für die Teilnahme an den Studienprojekten Voraussetzung.
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