8. Juli 2020 /

Erfolg im Exzellenzwettbewerb InnoVET: KI-Meister

Großer Erfolg für das Institut für Software Engineering fünf Verbundpartner: Der gemeinsame Antrag „Künstliche Intelligenz in die Berufliche Bildungen bringen“ erhält für vier Jahre eine Förderung aus Mitteln des Bundesbildungsministeriums.

Das Institut für Software Engineering konnte sich in einem harten Wettbewerb durchsetzen und Förderung für das Konzept einer Fortbildung im Kontext der beruflichen Bildung für das Thema Künstliche Intelligenz einwerben. Die IHK Reutlingen hat die Antragsphase geleitet.

„Wir sind stolz, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern die Jury überzeugen konnten und unser neuartiges Konzept zur beruflichen Aus- und Weiterbildung von KI-Fachkräften in die Förderung aufgenommen wird“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. „Damit erhalten wir die Möglichkeit, frühzeitig die für unsere Region und für ganz Baden-Württemberg notwendigen KI-Expertinnen und -Experten zu qualifizieren.“ Der Antrag wurde im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Zukunft gestalten – Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung (InnoVET)“ gestellt. Ursprünglich hatten sich 176 Projekte beworben. In die Förderung kommen nun bundesweit 17 Anträge. Das Konzept der IHK und der beteiligten Verbundpartner wird für vier Jahre mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Das Konzept
Das Konzept „Künstliche Intelligenz in die Berufliche Bildung bringen“ sieht vor, bisher fehlende Abschlüsse der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu KI-bezogenen Datenmanagement- und Datenanalysekompetenzen zu entwickeln. Neben der Entwicklung neuer Abschlüsse wird der neue Ansatz verfolgt, bereits erbrachte Prüfungsergebnisse auf spätere Abschlüsse anzurechnen. „Außerdem sollen erstmals systematisch KI-Lehrinhalte aus den Hochschulen in die hoheitliche berufliche Aus- und Weiterbildung eingebunden werden“, erläutert Dr. Michael Vössing, Projektleiter bei der IHK Reutlingen. Die neuen Abschlüsse auf Spezialisten- und Meister-Niveau werden in der Projektlaufzeit zunächst in Baden-Württemberg erprobt und sollen anschließend bundesweit eingeführt werden.

Die Partner
Das Vorhaben wird von sechs Verbundpartnern umgesetzt und von einem breiten Netzwerk unterstützt. Den Verbund bilden die drei IHKs Karlsruhe, Reutlingen und Region Stuttgart, ein Lehrstuhl der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie die Institute für Maschinelle Sprachverarbeitung und Software Engineering der Universität Stuttgart. Das Netzwerk wird in der Projektlaufzeit weiter ausgebaut. Ihm gehören bereits jetzt alle baden-württembergischen IHKs, mehrere Unternehmen der Region Neckar-Alb, der IG Metall Bezirk Baden Württemberg, die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Balingen, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und die DIHK-Bildungs-GmbH, das Fraunhofer-Institut IAO in Stuttgart sowie die Arbeitsagenturen Reutlingen und Balingen an. Auch das Wirtschafts- und das Kultusministerium des Landes unterstützten das Vorhaben.

Hintergrund
Der Innovationswettbewerb „InnoVET“ ist Teil der Nationalen Weiterbildungsstrategie der Bundesregierung. Akteure der beruflichen Bildung waren aufgerufen, Ideen zu einer innovativen beruflichen Aus- und Weiterbildung zu entwickeln. Für die Konzeptphase gingen Ende April 2019 bundesweit 176 Projektideen ein, aus denen die Jury die zunächst 30 vielversprechendsten auswählte, darunter die Konzeptidee für dieses Projekt. Die ausgewählten Projekte hatten ab September 2019 ein halbes Jahr Zeit, ihre Ideen zu einem umfassenden Förderantrag auszuarbeiten. Mit der heute verkündeten Jury-Entscheidung wurden die 17 Vorhaben ausgewählt, die in der vierjährigen Erprobungs- und Umsetzungsphase gefördert werden.

InnoVET

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